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Archiv
27.06.2009, 12:34 Uhr
JU besichtigt Moschee und spricht über Integration

Die Jungen Union Kreis Warendorf traf kürzlich den DRK Integrationsbeauftragten Cemil Sahinöz in der DiTiB Moschee zu Halle. Es ging bei diesem Treffen darum, mehr über die Einstellungen und Ansichten von türkischen Immigranten speziell vor dem Hintergrund des Islam zu erfahren.

Zunächst führte Herr Sahinöz die Gruppe durch die Haller Moschee und gab eine Einführung in den Islam und die dazugehörige Kultur. Die Moschee hat für die Muslime nicht nur religiöse Bedeutung, sie wird als Ort verstanden an dem religiöses, soziales und kulturelles gleichermaßen stattfindet. Somit ist die Moschee ein Ort mit gesellschaftlichem Charakter.

Im Integrationsgespräch mit Sahinöz ging dieser zuerst auf die Geschichte der türkischen Immigranten in Deutschland ein. In den sechziger Jahren kamen vor allem Türken aus den ländlichen Regionen als Gastarbeiter nach Deutschland. Die Gastarbeiter wollten damals nur eine gewisse Zeit in Deutschland bleiben um Geld zu verdienen und damit später in die Türkei zurückkehren und sich dort zur Ruhe setzten. Aus diesem Grund haben sich viele Gastarbeiter nicht weiter mit dem deutschen System beschäftigt. Viele von ihnen sind allerdings nicht zurück gegangen sondern in Deutschland geblieben. So sind die ersten Schwierigkeiten entstanden. Die Türken lebten zwar hier, kannten sich aber nicht aus und fühlten sich daher fremd. Auch heute noch fühlen sich viele Menschen mit Migrationshintergrund noch fremd, da sie sich in Deutschland nicht zurecht finden. Laut Sahinöz ist es deshalb besonders wichtig, dass den Migranten gezeigt wird, welche Möglichkeiten es vor Ort gibt und an welche Stellen sie sich wenden können. Sowohl der Integrationsbeauftragte wie auch die Junge Union sind sich sicher, dass eine gelungene Integration aber nicht ohne das Erlernen der deutschen Sprache funktionieren kann. Eine wichtige Rolle in der Integration der Muslime kommt auch den Imamen der jeweiligen Moscheen zu. Als Oberhäupter der jeweiligen Gemeinschaften haben sie z.B. auch in gesellschaftlichen Themen großen Einfluss auf die Besucher der Moscheen. Da die Imame häufig aber nur für wenige Jahre in Deutschland eingesetzt werden, ist es besonders wichtig, dass sie entsprechend über die Möglichkeiten und Institutionen vor Ort informiert sind.

Den Vorschlag der Jungen Union für Imame, die neu in Deutschland sind, entsprechende Schulungen anzubieten, nahm Sahinöz gerne auf.

In der abschließenden Diskussion waren sich alle Beteiligten einig, dass das Thema Integration nach wie vor sehr wichtig ist und auch in Zukunft nicht an Beachtung verlieren darf. Es ist deshalb besonders wichtig immer den Gesprächskontakt zu halten, um über die Sorgen und Probleme zu erfahren.

Man war sich aber auch darüber einig, dass es viele gute Beispiele für gelungene Integration gibt. Beispielsweise wird in vielen Vereinen z.B. in Sportvereinen sehr gute Integrationsarbeit geleistet.

Wir danken Herrn Sahinöz für das offene und freundliche Gespräch. Wir haben dadurch sehr viele Informationen erhalten.