JU Kreisverband Warendorf
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Entscheidungshilfen
Infothek

Man kann nicht immer alles wissen, aber man sollte zumindest wissen wo das Gesuchte steht – das gilt auch für Deine Informationsquellen für Deinen (Traum-) Ausbildungsberuf. Du kannst nicht alles über jeden Beruf wissen, aber Du kannst Dir das Wissen verschaffen. Dafür solltest Du so viele Informationen wie möglich sammeln. Die Hauptquelle ist dabei in der Regel das Arbeitsamt. Nicht nur bei der Vorbereitung, sondern auch beim Sammeln der Informationen ist Eigeninitiative gefragt. Du musst dabei Deinen künftigen Beruf langsam eingrenzen, weniger zutreffende Tätigkeiten aussortieren und jeder Zeit Alternativen in Betracht ziehen können. Nützlich ist dabei der regelmäßige Blick in die Stellenanzeigen in den Tageszeitungen und im Internet. Dort findest Du welche Berufe in welchen Regionen gefragt sind und welche Qualifikationen die Arbeitgeber von Dir verlangen. Außerdem bieten häufig Tageszeitungen Informationen über die Ausbildungs- und Lehrstellensituation in deiner Umgebung.


Wie finde ich meinen Traumberuf?

Die Frage nach dem richtigen Beruf ist eine der wichtigsten Entscheidungen deines Lebens. Deshalb ist es wichtig gründlich darüber nachzudenken und sich gründlich zu informieren. Im Fernsehen oder Kino werden oft bestimmte Berufe im falschen Licht dargestellt, es sind Klischees von Drehbuchautoren und Journalisten. Auch das was Familie, Freunde und Lehrer über verschiedene Berufe sagen, beruht überwiegend auf diesen Klischees oder Erfahrungen von Dritten. Deshalb ist es sehr wichtig Dir realistische Daten und Zahlen zu besorgen. Führe viele Gespräche mit möglichst vielen Leuten; vor allem mit denen, die eigene Erfahrungen in den Berufen gemacht haben. Du solltest Dir auch nicht nur Gedanken um einen Beruf machen, sondern denke auch über eventuelle Alternativen nach, sonst entgehen Dir wahrscheinlich die einige Möglichkeiten.


Was kannst Du – Was willst Du?

Deine Berufswahl kann sich nicht nur rein an Deinen Wünschen, sie muss sich auch an Deinen eigenen Fähigkeiten richten. Nicht jeder ist für den Beruf geschaffen den man gerne ausüben würde. Deshalb ist es wichtig sich selbst objektiv einzuschätzen und sich auch von Menschen die Dich gut kennen, Eltern, Geschwister und Freunde, einschätzen zu lassen. Du wirst dich wundern wie unterschiedlich Du und andere Deine Fähigkeiten und schwächen einschätzen. Außerdem findest Du im Internet viele so genannte Berufstests. Bei diesen werden Testverfahren zur beruflichen Orientierung und Karriereplanung angeboten. Sie helfen Dir bei Deiner Berufsentscheidung und geben oft eine detaillierte Rückmeldung über Deine beruflichen Interessen, Qualifikationen und beruflichen Ziele. Eine weitere wichtige Informationsquelle ist das Berufsinformationszentrum in Ahlen. Dort kannst Du Dir von geschulten Mitarbeitern Fragen beantworten lassen. Schulnoten sind oft ein wichtiges Kriterium für die Berufswahl. Trotzdem sind Schulnoten nicht alles. Viele talentierte Jugendliche vertun ihre Chancen weil sie sich bei der Berufswahl von weniger guten Noten in der Berufswahl eingeschränkt fühlen. Dich macht aber viel mehr aus als nur dein Zeugnis. Durch ein Praktikum könntest du Betriebe durch dein Engagement davon überzeugen dich einzustellen, obwohl der Beruf eigentlich bessere Schulnoten als Kriterium aufweist. Im Allgemeinen kann man die Anforderungen an einen Bewerber in drei Hauptgruppen unterteilen:

1. Körperliche Fähigketen
  • Wie fit bist du?
  • Wie fit musst du für deinen Traumberuf sein?
2. Geistige Fähigkeiten
  • Wie leicht fällt dir abstraktes Denken?
  • Wie kreativ bist du?
  • Kannst du gut mitdenken?
3. Soziale Fähigkeiten
  • Wie leicht fällt dir Kommunikation mit Menschen?
  • Bist du ein Teamplayer?
  • Bist du zuverlässig?
Einige dieser Fähigkeiten sind zum Teil bereits da, sie sind angeboren. Trotzdem müssen sie weiterhin trainiert werden, damit sie sich entfalten können und nicht verkümmern. Deine persönlichen Fähigkeiten stehen dabei den beruflichen Anforderungen gegenüber. Wer zum Beispiel ein sicheres Auftreten und Kontaktfreude vorweisen kann, wird sich als Verkäufer leichter tun, als jemand, für den jede Gesprächsaufnahme mit Fremden eine Überwindung bedeutet. Weiter ist es wichtig, auch die negativen Seiten Deines „Traumberufes“ bzw. des Berufsfeldes, für welches Du Dich interessierst sorgfältig zu betrachten. Oft nämlich werden solche Schattenseiten sowohl bewusst als auch unabsichtlich übersehen. Die Berufswahl will hier genau überlegt sein, denn Du musst Dir darüber im Klaren sein, dass diese Entscheidung, mehr als alle anderen zuvor getroffenen Entscheidungen, Deine Zukunft deutlich beeinflussen wird.
Probiere es aus!