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27.03.2013, 15:04 Uhr
“Arabian Nights”: Auftakt zur neuen Themenreihe der Jungen Union

Warendorf -

Der Arbeitskreis “Naher Osten” der Jungen Union (JU) Kreis Warendorf startet jetzt mit einer neuen Vortragsreihe über die Staaten im Mittleren Osten. Unter dem Motto “Arabian Nights” sollen die Nationen näher betrachtet werden, die im Schatten der großen Medienpräsenz rund um Syrien oder Ägypten stehen.

Teil Eins drehte sich um die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Der Geschäftsführer des deutschen Unternehmens “Haver Middle East”, (einer Tochtergesellschaft von Haver & Boecker aus Oelde, mit Sitz in Ras al Khaymah, VAE) Johannes Fahrendorf, sprach mit der JU über die boomende Golfmonarchie der Vereinigten Arabischen Emirate. Fahrendorf kommt zwar aus Oelde, lebt aber seit sieben Jahren in den Emiraten.

In seinem anschaulichen Vortrag zeichnete er ein facettenreiches Bild der VAE auf, detailliert und gespickt mit allerlei persönlichen Anekdoten. Vor allem die ausgeprägte Gastfreundschaft der Emiratis fällt ihm beruflich genauso wie privat immer wieder positiv auf. Neben der vom Islam geprägten Kultur der Emirate und ihrer Geschichte informierte der Referent auch über wirtschaftliche Aspekte in den VAE. Am stärksten kritisierte er dabei den Mangel an Rechtssicherheit. Grundsätzlich gäbe es zwar Gesetze, diese würden aber oft nicht eingehalten. Einhaltung durch prozessuale Verfolgung zu erzwingen sei auch nicht mehr als ein

Luftschloss. Da Regierung und Staat an einer Mehrzahl der Unternehmen und Institutionen beteiligt sind, richtet sich eine Klage in den Emiraten meist gegen Staat oder Regierung. Gegen die von einer konstitutionellen Monarchie geführte Regierung traue sich aber so gut wie niemand vorzugehen. Zu hoch sei das Risiko eines „Rausschmisses“ aus den VAE. Entsprechend schwierig gestalte sich die Führung der Emirate, betonte Fahrendorf. Mohamed bin Rashid al Maktum, der Premier- und Verteidigungsminister, sowie Herrscher von Dubai, habe derzeit persönliche Schulden in Höhe von 8 Milliarden Euro. Noch 9 mal so hoch sind die VAE als Gemeinschaft verschuldet.

Außerdem kritisierte Fahrendorf die schlechte Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen in den VAE. Mit einem Ausländeranteil von etwa 80% würde dieArbeitslosigkeit aber relativ gering gehalten werden. Schließlich gilt: Wer als Nicht-Emirati in den VAE lebt, der arbeitet dort auch. Die Anforderungen den Lebensabend in einem der Emirate zu verbringen, seien unrealistisch hoch. “Motor der Region ist und bleibt für die nächsten wohl 100 Jahre das Öl”, so Fahrendorf weiter. Allerdings habe die Regierung erkannt, dass Öl eine endliche Ressource sei und suche nun nach anderen Standbeinen.

In der anschließenden Diskussion wurde viel zwischen Europa und den VAE verglichen. Es stellte sich heraus, dass unser demokratisches System nicht in alle Regionen der Erde exportierfähig sei. Auch wenn die politische sowie rechtliche Lage in den VAE für einen Europäer wohl nicht mit den Grundrechten und dem westlichen Menschenbild vereinbar ist, so funktioniert das System in Dubai und Co. ohne Probleme und ohne Tendenzen zu Revolutionen.

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