Archiv
10.09.2008, 00:51 Uhr
Leserbrief zur Forderung der Grünen zur Einführung der Gemeinschaftsschule
Aus der Sicht der jungen Generation ist es sehr verwunderlich, dass nun die Grünen versuchen durch ideologische Überlegungen das dreigliedrige Schulsystem in Frage zu stellen. Gerader Haupt- und Gymnasialschüler sind von den jüngsten schulpolitischen Forderungen der Grünen betroffen.
Für die Hauptschüler führt die Zusammenlegung des dreigliedrigen Schulsystems zu einer Vernachlässigung der individuellen Förderung. Diese in NRW am stärksten besuchte Schulform zeichnet sich unter anderem durch die Förderung von Schülern mit einer Lernschwäche oder eher praktisch orientierten Schülern aus. Gerade der Ausbau der Hauptschulen zu Ganztagsschulen führt zu einer verstärkten praktischen Ausrichtung der Hauptschule. Dies geschieht auch durch Unterstützung der Wirtschaft vor Ort, die den Schülern frühzeitig Einblicke in ihre Betriebe ermöglichen. Die Grünen erwähnen nicht, dass unter der Rot-Grünen Landesregierung dieser Schulzweig jahrelang als Restschule angesehen wurde und erst nach der Regierungsübernahme von Schwarz-Gelb die Hauptschule wieder in den Blickpunkt der Schulpolitik gerückt ist und ab da besonders gefördert wurde. Für die Schüler von Gymnasien bedeutet die angestrebte Schulform der Grünen einen Rückschritt in der Förderung von Begabten oder eher theoretisch orientierten Schülern. Sowie die Gesellschaft einen gesunden Mix aus Praktikern und Theoretikern benötigt, muss auch das Schulsystem dieser persönlichen Ausrichtung jedes Einzelnen Rechnung tragen. Wie sich einerseits ein Praktiker durch Theorie gelangweilt fühlt und fühlen sich Theoretiker mit praktischen Dingen eher aufgehalten. Somit muss auch jeder Schüler die Schulform wählen können, die auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind. Wer dies Akzeptiert, erkennt die Einzigartigkeit jedes einzelnen Schülers an. Wer alle Schüler gleich unterrichten möchte, verschenkt Ressourcen von Begabten und überfordert Schüler die mehr Unterstützung benötigen. Abschließend ist festzuhalten, dass keine Schulform benachteiligt werden darf und alle Schüler der Schulzweige ein Einstig in die Berufswelt ermöglicht werden muss. Hierin liegt der eigentliche Handlungsbedarf. Gerade Hauptschüler müssen wieder fit für die Berufswelt gemacht werden. Dies ist das Ziel des Ganztagsunterrichts. Ebenso müssen aber auch Betriebe für Absolventen der Hauptschule Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Die Gemeinschaftsschule führt zu einer Massenabfertigung der Schüler ohne auf die individuellen Bedürfnisse eines Jeden einzugehen.

Tobias Hagemeyer
Kreisvorsitzender der Jungen Union Kreis Warendorf
Lienener Damm 2
48346 Ostbevern

Diese Seite in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen:

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Windows Live
  • Yigg
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
CDU Deutschlands CDUPlus Online spenden Deutscher Bundestag
Angela Merkel CDU.TV Newsletter CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Angela Merkel bei Facebook
© JU Kreisverband Warendorf   | Startseite | Impressum | Kontakt | Inhaltsverzeichnis | Realisation: Sharkness Media | 0.21 sec. | 29353 Besucher