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21.10.2012, 21:09 Uhr
„An apple a day, keeps the doctor away”
Positionierung des Arbeitskreises Gesundheit

Gesundheit ist  ein kostbares Gut. Doch gerade in diesem Bereich stehen wir angesichts des demografischen Wandels vor vielen nicht nur politischen und finanziellen, sondern auch ethischen Problemen.

In einer älterwerdenden Gesellschaft ist ein gut ausgebautes Ärztenetz sehr wichtig. Gerade im ländlichen Raum ist die Situation besonders schwierig. Deshalb unterstützen wir das kürzlich von der Bundesregierung beschlossene Versorgungsstrukturgesetz. Dieses lockt neben finanziell attraktiven Anreizen oder dem Wegfall der Residenzpflicht nicht nur mehr Ärzte in die ländlichen Räume. Es sieht zudem auch für Patienten kürzere Wartezeiten auf einen Arzttermin, eine einfachere Ausstellung von Patientenquittungen durch die Krankenversicherungen sowie eine einheitliche Nummer für Notdienste (116117) vor.

Aber auch steigende Gesundheitsausgaben werden durch die sich im Wandel befindende Altersstruktur bedingt. Diese werden durch Fortschritte in der Medizin verstärkt. Daher halten wir die von der Regierung beschlossenen Maßnahmen zur Senkung der Arzneimittelausgaben mit dem Ziel der Stabilisierung der Beiträge in den Krankenkassen für angebracht.

Mit dem dualem Gesundheitssystem verfügt Deutschland über eines der besten weltweit. Unabhängig vom sozialen Stand hat jeder Bundesbürger freien Zugang zu Gesundheitsleistungen und profitiert somit von den medizinischen Erneuerungen. In Deutschland sind aktuell nur noch 0,2% Bundesbürger ohne Krankenversicherung. Diese Zahl ist seit der 2007 beschlossenen Gesundheitsreform und der damit verbundenen Versicherungspflicht um 30% gesunken.

Aktuell leben in Deutschland 12.000 schwerkranke Patienten, deren Leben durch eine Organspende gerettet werden kann. Sie sind auf unsere Gunst als Spender angewiesen. Leider kommen aber nur fünf Spender auf eine Million Bürger (Lebendspenden ausgenommen), sodass in Deutschland drei Menschen am Tag sterben müssen, weil Spenderorgane fehlen. Wir denken, dass auf diese Weise immer noch drei Menschen zu viel am Tag sterben müssen! Deshalb unterstützen wir das neue Transplantationsgesetz und die damit beschlossene Entscheidungslösung. Damit werden in Zukunft alle Bürger durch vermehrte Informationsangebote sowie regelmäßige Befragungen nach einer Spenderbereitschaft mit dem Thema konfrontiert. (Die Widerspruchlösung lehnen wir ab, da dies ein zu großer Eingriff in das Recht auf Selbstbestimmung jedes Bürgers bedeuten würde). Zudem ist das Gesetz mit mehr Rechtsicherheit für die Kliniken verbunden, indem die Entscheidung der Spender auf den Gesundheitskarten dokumentiert ist.

Jeder Mensch hat das Recht auf Leben. Auch Ungeborene. Die heiß umstrittene Diskussion rund um die legitimierte Prä-Implantations-Diagnostik (PID) erlaubt nach einem Gentest kranke Embryone im Labor zu entsorgen. Für uns beginnt menschliches Leben mit der Befruchtung der Eizelle. Durch PID wird unserer Meinung nach folglich selektiert, diskriminiert und getötet. Langfristig wird so für behinderte Menschen eine Integration in die Gesellschaft vehement erschwert. Wir können nicht auf der einen Seite Inklusion und Gleichberechtigung fordern, wenn wir gleichzeitig anfangen über den Wert ungeborenen Lebens zu urteilen und damit Menschen mit Behinderung zu verurteilen! Deshalb kann die Junge Union Kreis Warendorf die PID auch vor dem Hintergrund des christlichen Menschenbildes und der damit verbundenen Würde und Anerkennung jedes Menschenlebens nicht unterstützen.

Gesundheit ist unser höchstes Gut und das gilt es auch in Zukunft zu schützen!

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